Pflanzenlexikon

Steckenpalme

Dreck am Stecken hat die Steckenpalme definitiv nicht. Im Gegenteil: Mit viel Freude versprüht sie ihr Strand-Feeling.

Schmale, dunkelgrüne Blätter einer Steckenpalme
  • Licht & Standort
  • Steckenpalme gießen
  • Steckenpalme düngen
  • Giftigkeit der Steckenpalme
  • Steckenpalmen-Arten
  • Wachstum, Größe & Blüten der Steckenpalme
  • Krankheiten & Schädlinge der Steckenpalme
  • Steckenpalme überwintern
  • Steckenpalme umtopfen
  • Steckenpalme vermehren
Sprechblase

Offizielle Bezeichnung 
Rhapis excelsa

Welt

Herkunft & Verbreitung
Die Heimat der Steckenpalme liegt in den Wäldern Südostasiens und Chinas.

Liste

Alternative Namen
Steckenpalme, Rutenpalme, Bambuspalme, Lady Palm, Bamboo Palm

Lupe

Fun Fact
Weil der Stamm der Steckenpalme ein wenig an einen Bambus erinnert, wird sie auch Bambuspalme genannt.

Pflege der Steckenpalme

Licht & Standort

Die Steckenpalme bevorzugt einen hellen bis halbschattigen Standort. Die pralle Mittagssonne verträgt sie nicht. Dafür kommt sie auch mit etwas schattigeren Plätzchen aus. Idealerweise liegt die Temperatur zwischen 15°C und 20°C. Dann fühlt sie sich am wohlsten.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist perfekt für die Steckenpalme. Sie kommt aber auch mit dem normalen Raumklima klar. Sie fühlt sich also in allen Räumen wohl, egal ob Schlafzimmer, Wohnzimmer, Büro oder Badezimmer.

Im Sommer darfst du deine Steckenpalme nach draußen stellen. Aber auch dort sollte sie vor der direkten Sonne geschützt sein. Im späten Sommer oder frühen Herbst musst du sie aber wieder rein holen.

Im Winter kannst du die Steckenpalme auch in ein helles Treppenhaus stellen. Während dieser Zeit ist nämlich eine Temperatur um die 10°C ideal. Aber auch mit der normalen Raumtemperatur hat sie kein Problem. Dann musst du einfach auf die Luftfeuchtigkeit achten. Diese sinkt nämlich im Winter, wodurch die Blattspitzen der Steckenpalme braun werden können.

Standort der Steckenpalme: hell bis halbschattig

Steckenpalme gießen

Frühling - Sommer: Überprüfe alle 7 Tage, ob der obere Teil der Erde deiner Rhapis excelsa trocken ist. Das geht am einfachsten mit dem Fingertest. Stecke deinen Finger etwa 2-3cm tief in die Erde. Wenn keine Erde an deinem Finger kleben bleibt bzw. die Erde trocken ist, kannst du deine Steckenpalme gießen.

Sie bevorzugt es, wenn ihre Erde immer leicht feucht ist. Im Wasser stehen will sie aber auch nicht. Ansonsten kommt es zu Staunässe und dadurch Wurzelfäule.

Herbst - Winter: Während der kalten Jahreszeit benötigt die Steckenpalme etwas weniger Wasser.

Zum Gießen solltest du idealerweise kalkarmes Wasser verwenden. Zudem kannst du die Pflanze vor und nach dem Gießen anheben. Dadurch bekommst du ein Gefühl für das Gewicht deiner Steckenpalme und kannst besser beurteilen, wann sie Wasser braucht.

Unsere Steckenpalme XXL steht in Vulkastrat. Worauf du da beim Gießen achten musst, erklären wir dir in unserem Blog zum Thema Hydrokultur und Vulkastrat.

Steckenpalme düngen

Im Frühjahr und im Sommer solltest du deiner Steckenpalme alle vier Wochen etwas Flüssigdünger geben. Alternativ dazu kannst du zum Düngen auch einen Langzeitdünger wie Biodünger Pellets verwenden. Sollte deine Pflanze in Vulkastrat stehen, kannst du die Pellets zwar verwenden – jedoch ist es deutlich einfacher, wenn du deine Steckenpalme mit Flüssigdünger versorgst.

Im Winter ist es hingegen gar nicht nötig, deine Steckenpalme zu düngen.

Pflege der Steckenpalme: heller bis halbschattiger Standort, für alle Räume geeignet, alle 7-10 Tage giessen, von März bis September etwa alle 30 Tage düngen

Sonstige Pflege der Steckenpalme

Um die Blätter deiner Steckenpalme von Staub zu befreien, kannst du sie regelmäßig mit lauwarmem Wasser abduschen. Wenn deine Pflanze für die Dusche zu groß ist oder dir das zu umständlich ist, kannst du ihre Blätter auch einfach mit einem feuchten Tuch abwischen.

Besonderheiten der Steckenpalme

Die Steckenpalme hat luftreinigende Eigenschaften. Sie filtert Formaldehyd, Xylol, Toluol und Ammoniak aus deiner Umgebung.

Passt die Steckenpalme zu mir?

Bei der Steckenpalme handelt es sich um eine robuste und tolerante Pflanze. Sie verzeiht dir also, falls dir mal ein Pflegefehler passieren sollte. Sie ist deshalb perfekt für Neulinge in der Pflanzenwelt geeignet.

Ist die Steckenpalme giftig?

Du hast Katzen, Hunde und/oder kleine Kindern, die gerne alles anknabbern? Dann ist die Steckenpalme ideal für dich. Sie ist nämlich ungiftig und gehört deshalb in unsere Kategorie der tierfreundlichen Pflanzen.

Steckenpalmen-Arten

Insgesamt gehören etwa ein Dutzend Arten zur Gattung der Steckenpalmen. Neben der Rhapis excelsa findet mach auch die Rhapis humilis oft als Zimmerpflanze. Diese ist etwas kleiner und zierlicher als die Rhapis excelsa. Die Rhapis humilis wird im Topf nur etwa einen Meter hoch.

Rhapis humilis in freier Wildbahn

Rhapis humilis (C: Ruddy Bénézet)

Wachstum, Größe & Blüten der Steckenpalme

In der Natur wird die Steckenpalme bis zu fünf Meter hoch. Sie wächst zwar langsam, kann aber auch als Zimmerpflanze eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen.

Die Blätter der Steckenpalme sind fingerförmig und überzeugen mit einer satten, dunkelgrünen Farbe.

Rhapis excelsa dicht wachsend im Urwald

(C: David Stang)

Steckenpalme schneiden

Die Steckenpalme musst du grundsätzlich nicht zurückschneiden. Außer natürlich, wenn ein vertrocknetes Blatt vorhanden ist. Dieses kannst du direkt an der Basis mit einer scharfen Schere entfernen.

Wann blüht die Steckenpalme?

Damit die Steckenpalme blüht, muss sie zuerst einige Jahre auf dem Buckel haben. Zudem müssen ihre Umgebung und Pflege perfekt sein. Als Zimmerpflanze blüht sie deshalb nur sehr selten.

Die Blüten der Steckenpalme sind weiß bis cremefarbig.

Krankheiten & Schädlinge der Steckenpalme

Die Steckenpalme ist grundsätzlich eine sehr robuste Pflanze. Sie ist nicht anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Einen falschen Standort und Pflegefehler mag sie aber trotzdem nicht. Wenn da etwas schiefgelaufen ist, zeigt dir das die Steckenpalme meistens an ihren Blättern.

Steckenpalme kriegt gelbe Blätter

Wenn sich die Wedel deiner Steckenpalme gelb verfärben, dann ist das entweder ein Zeichen für Überwässerung bzw. Staunässe oder zu viel Licht.

Staunässe

Staunässe gibt es nicht nur, wenn dein Topf keine Abtropflöcher hat. Auch wenn du zu oft gießt, kann es deiner Pflanze zu nass werden. Das ist auch der häufigste Grund, weshalb Pflanzen eingehen.

Durch die viele Feuchtigkeit beginnen die Wurzeln zu faulen. Dadurch kann die Pflanze viel weniger Wasser und Nährstoffe aufnehmen.

Damit du deine Pflanze retten kannst, solltest du sie in frische Erde umtopfen. Versuche zudem möglichst viel der alten, nassen Erde zu entfernen. Schwarze, verfaulte Wurzeln kannst du zudem abschneiden.

Bei großen Pflanzen ist dir das vielleicht zu umständlich. Dann kannst du auch den Wurzelballen in Zeitungspapier einwickeln oder Tampons in die Erde stecken. Beides sind gute Möglichkeiten, um die überschüssige Feuchtigkeit aus der Erde zu saugen.

Zu viel Licht

Auch bei zu viel direktem Sonnenlicht können sich die Wedel der Steckenpalme gelb verfärben. In diesem Fall ist die Lösung sehr einfach:

Stell die Steckenpalme an einen Standort, der etwas weniger hell ist.

Steckenpalmen bekommt braune Blattspitzen

Wenn die Luftfeuchtigkeit um deine Steckenpalme sehr tief ist, können ihre Blattspitzen braun werden. Das passiert vor allem im Winter wegen der trockenen Heizungsluft.

In unserem Blog zeigen wir dir, wie du die Luftfeuchtigkeit mit ein paar einfachen Tricks erhöhen kannst.

Die braunen Blattspitzen kannst du abschneiden. Dabei solltest du aber ein Stück des bereits vertrockneten Blattes zurücklassen. Wenn du in das noch gesunde Blatt schneidest, kann das Blatt weiter welken.

Steckenpalme kriegt braune Blätter

Wenn sich die unteren Wedel der Steckenpalme braun verfärben, musst du dir keine Sorgen machen. Es ist nämlich völlig normal, dass die ältesten Wedel irgendwann abgestoßen werden. Die Steckenpalme bildet dementsprechend auch immer wieder neue.

Wenn aber die oberen Wedel der Steckenpalme braun werden, dann hast du sie entweder zu selten oder zu oft gegossen.

Unterwässerung

Solltest du deine Steckenpalme zu wenig oft oder mit zu wenig Wasser gießen, trocknet ihre Erde aus. Wenn keine Feuchtigkeit mehr da ist, kann die Palme auch keine mehr aufnehmen. Sie trocknet aus und wird braun.

Du solltest deine Pflanze immer dann gießen, wenn die obersten 2-3cm der Erde angetrocknet sind. Das prüfst du am einfachsten mit dem Fingertest.

Überwässerung

Ist die Erde nicht ausgetrocknet, sondern fühlt sich nass und matschig an, hast du deine Steckenpalme zu viel gegossen.

Bei Überwässerung kommt es zu Staunässe. Das kann passieren, wenn der Topf deiner Steckenpalme keine Abtropflöcher hat, oder wenn du zu oft gießt. Dadurch faulen die Wurzeln und die Pflanze kann keine oder nur wenig Flüssigkeit aufnehmen.

Diese Feuchtigkeit muss du also irgendwie wieder aus der Erde kriegen, damit die Wurzeln deiner Pflanze nicht noch weiter faulen. Je nachdem, wie groß deine Pflanze ist, eignen sich unterschiedliche Strategien:

  • Bei großen Pflanzen kannst du den Wurzelballen in Zeitungspapier einwickeln, welches die überschüssige Flüssigkeit aufsaugt. Das kannst du auch erreichen, indem du Tampons in die Erde steckst.
  • Wenn deine Pflanze noch eher klein ist, dann ist die einfachste und schnellste Lösung, wenn du sie umtopfst. Dabei solltest du darauf achten, dass du möglichst viel der nassen Erde entfernst. Hier hast du zudem den Vorteil, dass du schwarze, verfaulte Wurzeln direkt abschneiden kannst.

Schädlinge der Steckenpalme

Wenn die Steckenpalme von Schädlingen befallen wird, sind es sehr wahrscheinlich Wollläuse, Schildläuse oder Spinnmilben.

Damit du einen Befall so früh wie möglich erkennst, solltest du deine Pflanzen jeweils etwas genauer anschauen, wenn du sie gießt. Oft verstecken sich die Viecher an den Unterseiten der Blätter und an den Blattachseln, dem Übergang zwischen dem Stängel und dem Blatt.

Sobald du die Schädlinge bemerkt hast, solltest du die Pflanze isolieren, damit sich die Schädlinge nicht weiter verbreiten können.

Wollläuse und Schildläuse

Wenn du Läuse an deiner Steckenpalme hast, fallen dir bestimmt auch klebrige Stellen auf. Die klebrige Substanz wird Honigtau genannt und von den Läusen ausgeschieden.

Wollläuse sehen, wie der Name schon verrät, aus wie kleine, weiße Wollknäuel. Schildläuse hingegen haben einen Rückenpanzer und befinden sich oft an den Stängeln der Pflanze. Auch am Ansatz der Wedel können sich die Viecher gut verstecken.

Die Schädlinge kannst du mit einem feuchten Tuch abwischen oder im Fall der Schildläuse vorsichtig abkratzen – sehr simpel, aber auch sehr effektiv. Bei einem stärkeren Befall kannst du zur Bekämpfung auch ein Schädlingsspray einsetzen.

Spinnmilben

Spinnmilben bilden feine Gespinste. Diese siehst du am besten, wenn du deine Steckenpalme mit Wasser einsprühst. Die Spinnmilben selbst sind extrem klein und verstecken sich gut.

Auch die Spinnmilben kannst du mit einem feuchten Tuch abwischen. Alternativ kannst du deine Pflanze in die Dusche stellen und die Schädlinge mit der Brause wegwaschen.

💡 Wenn du nicht sicher bist, von welchem Schädling deine Steckenpalme befallen ist, kannst du ihn mit Hilfe unserer Schädlingsübersicht identifizieren. Dort findest du auch gleich ausführliche Tipps und Tricks, mit welchen Mitteln du die Schädlinge bekämpfen und ihnen in Zukunft vorbeugen kannst.

Steckenpalme überwintern

Damit die Steckenpalme eine Winterpause einlegen kann, kannst du sie während den kalten Monaten an einen etwas kühleren Ort stellen. Winterhart ist die Steckenpalme aber nicht. Bei Temperaturen um die 10°C fühlt sie sich am wohlsten. Ein helles Treppenhaus oder ein Wintergarten ist dafür ideal.

Kannst du ihr das nicht ermöglichen, ist das nicht weiter schlimm. Auch in deinem warmen Zuhause kann die Steckenpalme problemlos überwintern. Im Winter sinkt aber die Luftfeuchtigkeit, wodurch es zu braunen Blattspitzen kommen kann.

Während ihrer Ruhephase sinkt der Wasserbedarf der Steckenpalme und du musst sie dementsprechend weniger oft gießen. Auch auf das Düngen kannst du während dieser Zeit verzichten.

Steckenpalme umtopfen

Die Steckenpalme wächst sehr langsam. Die Pflanze umzutopfen ist deshalb nur alle zwei bis drei Jahre nötig. Dass es Zeit dafür wird, erkennst du daran, dass die Wurzeln aus den Abtropflöchern des Innentopfes wachsen und der Topf völlig durchwurzelt ist.

Versuche jetzt, so viel der alten Erde wie möglich zu entfernen. Diese ist nämlich ausgelaugt und enthält keine Nährstoffe mehr. Deine Steckenpalme wird sich also sehr über neue Erde freuen.

Der Frühling ist die beste Zeit, um deine Steckenpalme umzutopfen. Dann erholt sie sich nämlich am schnellsten vom Stress und kann pünktlich zu Beginn der Wachstumsphase kräftig weiterwachsen.

👉🏾 In unserem Umtopf-Blog erfährst du, wie du das am besten machst und worauf du achten musst. 👈🏾

Steckenpalme vermehren

Die Steckenpalme kann über zwei Arten vermehrt werden: mit Ablegern oder durch Samen.

Steckenpalme vermehren über Ableger

Die Steckenpalmen-Mama bildet Steckenpalmen-Babys. Diese Wachsen am Fuß der Mutterpflanze. Wenn du deine Steckenpalme sowieso umtopfst, kannst du die Babys direkt ausgraben und von ihrer Mama abtrennen. Achte aber darauf, dass die jungen Pflanzen bereits Wurzeln haben. Diese kannst du dann ganz einfach in einen neuen Topf einpflanzen.

Steckenpalme vermehren mit Samen

Dass deine Steckenpalme bei dir Zuhause Samen bildet, ist sehr unwahrscheinlich. Einfacher ist es, wenn du dir diese kaufst.

Bis aus den Samen eine Pflanze zu wachsen beginnt, kann es einige Monate dauern. Wenn du dich also für diese Technik entscheidest, schadet ein Haufen Geduld nicht.